Donnerstag, 26. September 2019

EUROPA - INKLUSION LÄUFT ...


Viele Stunden der Vor-und Nachbereitung und 6 Wochen unserer persönlichen Freizeit waren es wert:

Wir 4 Kolleginnen des Mobilen Motorik Teams der Heilstättenschule Wien konnten uns mit zahlreichen europäischen KollegInnen im Rahmen unseres Erasmus+-Mobilitätsprojekts zum Thema Inklusion austauschen, best practices kennenlernen und auch Probleme diskutieren.
Hier ist der zusammenfassende  "final report" !

Überraschend oft haben wir uns neben unserem Fachthema aber auch über Gemeinsames und ehemals Trennendes in der Geschichte Europas unterhalten. Auch Politik war öfters Gesprächsthema.
Niemals sonst hätten wir OECD-Studien zu den uns begegneten Ländern gelesen!
Wir hätten nicht erkannt, dass Microsoft stark mit der EU kooperiert und sich bemüht, sich mit Konzepten wie z.B. "Future classroom lab" im Bildungswesen bestimmend zu positionieren.
Wir hätten zum Beispiel auch nicht erfahren, dass zur Zeit der Finanzkrise Portugal mangels europäischer Unterstützung seine gesamte Elektrizitätsversorgung an China verkauft hat. Wie auch überhaupt die Rolle Chinas in Europa einige Male nachdenklich gemacht hat.
Ein wirklicher Schatz im Vergleich zum Osten ist die europäische Vielfalt, Offenheit, Kultur, Diversität - Inklusion hilft dabei ! Nur dadurch entsteht kreatives Denken, Weiterentwicklung und Forschergeist. (eine gute Ausführung dieser Gedanken ist nachzulesen unter: Salzburger Nachrichten vom 3.10.2020 "Der Westen ist noch immer attraktiv" von Helmut L.Müller)
Wir hätten keine Gespräche mit Briten über den bevorstehenden Brexit führen und unsere Solidarität ausdrücken können.
Wir hätten nicht von unserer polnischen Kollegin das Erstellen eines Blogs erklärt bekommen - wir haben es danach ausgiebigst zu unserer Projektdokumentation geübt.
Wir haben es dann wiederum anderen Kolleginnen weiter gezeigt.
Wir hätten nichts über die unterschiedlichen Karenz- und Pensionsregelungen in anderen Ländern erfahren.
Wir haben gesehen, dass in Estland sichtbar schon betagte LehrerInnen unterrichten, weil sie sonst zuwenig Geld zum Leben hätten.
Wir haben von einem portugiesischen Lehrerkollegen seine Strategie zur Pensionsaufbesserung erfahren: er möchte Uber-Driver werden.
Wir hätten nie Vanille-Rum von La Reunion gemeinsam mit europäischen LehrerkollegInnen verkostet.
Da wir in unseren Unterkünften viel selbst gekocht haben, haben wir sogar unser eigenes Gericht  "Erasmusspinat" kreiert.
Wir hätten nie so viel Englisch gesprochen beziehungsweise sprechen müssen.
Toll war der "Europa-spirit" bei unseren internationalen Begegnungen!

UND HIER EINIGE BEST PRACTICES!!!

Erfassung aller 4-jährigen Kinder des Landes zu einer umfassenden ärztlichen und entwicklungsdiagnostischen Untersuchung inklusive genügend Ressourcen zur Förderung und Sozialarbeit bei Förderbedarf
Nachzulesen im unserem Blog über


Erprobung der Online-Beratung mittels Chat-Councellings, siehe ebenfalls obiger Blog 

Koordinierung der den Lernprozess unterstützenden Hard-und Software für Kinder mit besonderen körperlichen Bedürfnissen, von der Schule selbst verwaltet 
Neben Nordrhein-Westfalen auch kennengelernt - und nachzulesen in unserem Blog über - Portugal

- im Gegensatz dazu wird dies in Wien nur über die externe Beratungsstelle Life Tool angeboten, die ein tolles Angebot liefert aber durch die Extra-Anreise und private Terminvereinbarung für viele Eltern und dadurch für die Schule aufwendig ist und die Hilfsmittelversorgung verzögert -

In Portugal gibt es eine private Einrichtung, die Snoezelen-Therapie für jedermann/frau, natürlich gegen Bezahlung, anbietet. Dadruch kann ein solcher Spezialraum auch zum Beispiel für die Neuro-Rehabilitation und im Seniorenalter von Privatpersonen benutzt werden.

SEN-Koordinatoren an jeder Schule (SEN=special educational needs) in England

Selbstverständlicher Einsatz des Telepräsenz-Avatars AV1 bei langen Schulabsencen von chronisch kranken Kindern in den Niederlanden

Wir starteten als Folge unseres Besuchs im niederländischen Adelante-Förderzentrums ein österreichweit erstmaliges Pilotprojekt zum Avatar-Einsatz in Wien

Gut eingespielte Kooperation von Psychomotorik-Verein und Schulen in Bonn, ebenfalls nachzulesen in obigem Blog über die Niederlande

Mobile Motorik-Förderung im Inklusionssetting durch ein ambulantes Team, ebenfalls nachzulesen im obigen Blog über die Niederlande
- das haben wir allerdings auch und noch dazu viel länger in Wien eingeführt!

WIR HABEN FESTGESTELLT UND AUCH GEZEIGT, DASS WIR AUCH VIEL DRAUF HABEN!

Wir haben unser Konzept der Motorik-Status-Erhebung als Grundlage einer spezifischen Förderplanung an der Artevelde Hoge School in Gent/Belgien (in englischer Sprache!) vorgestellt und haben damit bei ProfessorInnen und StudentInnen großen Anklang gefunden!

Nachzulesen in unserem Blog über die "international staff week"

Die Kollegin der Metropolia University of Helsinki haben wir ein Jahr danach sogar im Rahmen unserer Nord-Reise wiedergetroffen!
Im Rahmen dieser Reise haben wir den Avatar-Einsatz an den Heilstättenschulen in Tallinn und Helsinki demonstriert, da wir derzeit ein Demo-Gerät in Wien zur Verfügung haben.
Eine AV1-Demo in Aachen am Inda-Gymnasium folgte im Rahmen des Besuchs der Rehacare-Fachmesse für Hilfsmittel / Selbstbestimmtes Leben, nachzulesen am Ende dieses Blogs

Wir haben erkannt, dass wir eine einmalige, fundierte Inklusions-Didaktik für den Motorikbereich entwickelt haben. 
Aus unserer langjährigen Erfahrung in der inklusiven Motorik-Förderung ist nun sogar ein eigenes Fördermaterial entstanden, das hier erhältlich ist.

Wir haben unser Informations-Video über die "inclusive tools of office 365" der Fa.Microsoft an unsere KollegInnen in Portugal, Kroatien, La Reunion/Frankreich, Spanien, Irland, Polen weitergegeben.

Letztendlich ist uns der europäische Austausch auch deshalb so gut geglückt, weil wir durch Sprachkurse im Rahmen des Projekts unsere Englischkenntnisse aufgemöbelt haben.
Davon werden wir noch lange profitieren!


Auch wenn unser Erasmus-Projekt ehrlich gestanden sehr aufwendig war und viele Arbeitsstunden und Energie gekostet hat, 

ES WAR ES ABSOLUT WERT!!!!!!





 

"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."





















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

EUROPA - INKLUSION LÄUFT ...

Viele Stunden der Vor-und Nachbereitung und 6 Wochen unserer persönlichen Freizeit waren es wert: Wir 4 Kolleginnen des Mobilen Moto...